Druckfrisch geht gerade die Novemberausgabe der
mtl. erscheinenden Zeitschrift UNSER HARZ heraus. Sie beginnt mit einer
Liebeserklärung an den Monat November, in dem dieses Jahr auch schon der
erste Advent und damit die ersten Weihnachtsmärkte liegen. Einer davon
findet im Kloster Wöltingerode statt, das sich mit seiner Geschichte und
seinen heutigen Aktivitäten und Projekten vorstellt.
Ebenfalls diesen Monat feiert die Martini-Kirche in Sankt Andreasberg
ihr 200-jähriges Bestehen, auch wenn ihre Geschichte, die mit dem
beginnenden Bergbau einsetzt, viel älter ist.
Eine Fülle von Bildern und Informationen über das „Theater der Nacht“ in
Northeim, dessen neuer Spielplan gerade erschienen ist, werden gezeigt
und in dem Artikel über Hüttenleben im Rehhagen wird eine ganz besondere
Atmosphäre heraufbeschworen.
Der zweite Teil des Bergbau-Glossars füllt eine Seite zum Sammeln, bevor
Rückschau gehalten wird auf den gelungenen Fotowettbewerb für den
Nationalpark-Kalender 2012.
Nach Neuigkeiten und Terminen aus der Region werden Bücher – u. a. ein
Krimi – für dunkle Winterabende vorgestellt.
Für alle, die UNSER HARZ nicht abonniert haben, liegt die Zeitschrift an
folgenden Stellen zum Verkauf aus:
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Braunschweig: Buchhandlung Graff, Sack 15
Bad Harzburg: Sonnenhof beim Café Winuwuk, Waldstr. 9, und Haus der
Natur, Nordhäuser Str. 2B
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12,
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16, und
GLC-Touristinformation, Dietzelhaus
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: GLC-Touristinformation und Grube Samson
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Herzberg: Museumsladen im Welfenschloss
Außerdem ist sie in vielen Bibliotheken im gesamten Harz einzusehen.
Hrsg.:
Redaktion "Unser Harz"
Brigitte Lippmann
Ringstr. 30 G
Buntenbock
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel. 05323/718 474
Email: 108b@gmx.de
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Mittwoch, 9. November 2011
Sonntag, 6. November 2011
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz verursachen Kosten in Milliardenhöhe
Arbeitsbedingte psychische Belastungen verursachen in Deutschland jährlich Kosten von gut sieben bis knapp 30 Milliarden Euro - je nachdem, ob man sich dabei auf arbeitsbedingte psychische Störungen im engen Sinne konzentriert, oder auch körperliche Erkrankungen hinzurechnet, die auf psychische Belastungen am Arbeitsplatz zurückzuführen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.*
Weiteres Ergebnis: Betriebliche Präventionsprogramme nutzen nicht nur der Gesundheit der Beschäftigten, sondern zahlen sich auch wirtschaftlich aus.
Psychische Störungen verursachten im Jahr 2008 insgesamt Behandlungskosten von knapp 29 Milliarden Euro. Die indirekten Kosten betrugen sogar 45 Milliarden Euro. Dieser Wert ergibt sich aus der Zahl der ausgefallenen Arbeitstage multipliziert mit dem Betrag, den ein durchschnittlicher Arbeitnehmer pro Tag erwirtschaftet. In diesen Gesamtzahlen sind die Kosten sämtlicher psychischer Störungen enthalten - unabhängig davon, welchen Grund sie hatten. Das haben der Epidemiologe Dr. Wolfgang Bödeker und der Mathematiker Michael Friedrichs im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung ermittelt.
Psychische Probleme seien eine wesentliche Ursache für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung, schreiben die Wissenschaftler vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen beziehungsweise vom Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der Uniklinik Essen. Unter psychische Störungen fällt eine ganze Reihe von Krankheitsbildern. Mit Abstand am häufigsten sind Arbeitsausfälle durch gesundheitliche Einschränkungen der Kategorie "neurotische, belastungs- und somatoforme Störungen", dazu gehören etwa Angstzustände. Auf Rang zwei folgen die "affektiven Störungen", beispielsweise Depressionen. Wiederum mit großem Abstand folgen Suchtprobleme. Bödeker und Friedrichs verwenden für ihre Berechnungen Daten des Statistischen Bundesamtes sowie Krankenkassenstatistiken.
Aus den unterschiedlichen Erkrankungsrisiken verschiedener Berufsgruppen und weiteren statistischen Informationen lässt sich den Wissenschaftlern zufolge auch ermitteln, welche Kosten auf Gesundheitsstörungen entfallen, die unmittelbar aus dem Berufsleben resultieren; das heißt "durch Arbeitsbedingungen ganz oder teilweise verursacht sind beziehungsweise in ihrem Verlauf ungünstig beeinflusst werden".
Die Kosten arbeitsbedingter psychischer Störungen veranschlagen die Forscher auf 7,1 Milliarden Euro jährlich. Neben den direkten Behandlungskosten beinhaltet die Zahl Kosten des Arbeitsausfalls, Krankengeldzahlungen der Krankenkassen, Kosten krankheitsbedingter Frühverrentungen und Einnahmeverluste sowie Zusatzausgaben der Rentenversicherung.
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - etwa hoher Leistungsdruck oder geringe Entscheidungsspielräume - können sich aber nicht nur direkt in psychischen Erkrankungen äußern. Auch Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, Kreislauf- sowie Magen- und Darmerkrankungen können die Folge psychisch belastender Arbeitsbedingungen sein. Bezieht man dies in die Schätzung der gesamtwirtschaftlichen Kosten ein, so ist der volkswirtschaftliche Schaden noch erheblich größer als die reinen Kosten psychischer Störungen: Zusammengenommen kommen die Forscher auf rund 10 Milliarden direkte und gut 19 Milliarden Euro indirekte Kosten.
Bödeker und Friedrichs weisen darauf hin, dass betriebliche Gesundheitspolitik einen Beitrag leisten kann, den wirtschaftlichen Schaden von psychischen Erkrankungen und Belastungen zu reduzieren. Zahlreiche Studien aus den USA belegten, dass sich Präventionsmaßnahmen in aller Regel auszahlen - nicht nur gesamtwirtschaftlich, sondern auch für das einzelne Unternehmen. Nach unterschiedlichen Untersuchungen erzielt ein in Gesundheitsprävention investierter Dollar Erträge zwischen zwei und zehn Dollar.
*Wolfgang Bödeker, Michael Friedrichs: Kosten der psychischen Erkrankungen und Belastungen in Deutschland, in: Lothar Kamp, Klaus Pickshaus (Hrsg.): Regelungslücke psychische Belastungen schließen, August 2011.
Download: http://www.boeckler.de/pdf/p_mbf_regellungsluecke.pdf
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Weiteres Ergebnis: Betriebliche Präventionsprogramme nutzen nicht nur der Gesundheit der Beschäftigten, sondern zahlen sich auch wirtschaftlich aus.
Psychische Störungen verursachten im Jahr 2008 insgesamt Behandlungskosten von knapp 29 Milliarden Euro. Die indirekten Kosten betrugen sogar 45 Milliarden Euro. Dieser Wert ergibt sich aus der Zahl der ausgefallenen Arbeitstage multipliziert mit dem Betrag, den ein durchschnittlicher Arbeitnehmer pro Tag erwirtschaftet. In diesen Gesamtzahlen sind die Kosten sämtlicher psychischer Störungen enthalten - unabhängig davon, welchen Grund sie hatten. Das haben der Epidemiologe Dr. Wolfgang Bödeker und der Mathematiker Michael Friedrichs im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung ermittelt.
Psychische Probleme seien eine wesentliche Ursache für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung, schreiben die Wissenschaftler vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen beziehungsweise vom Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der Uniklinik Essen. Unter psychische Störungen fällt eine ganze Reihe von Krankheitsbildern. Mit Abstand am häufigsten sind Arbeitsausfälle durch gesundheitliche Einschränkungen der Kategorie "neurotische, belastungs- und somatoforme Störungen", dazu gehören etwa Angstzustände. Auf Rang zwei folgen die "affektiven Störungen", beispielsweise Depressionen. Wiederum mit großem Abstand folgen Suchtprobleme. Bödeker und Friedrichs verwenden für ihre Berechnungen Daten des Statistischen Bundesamtes sowie Krankenkassenstatistiken.
Aus den unterschiedlichen Erkrankungsrisiken verschiedener Berufsgruppen und weiteren statistischen Informationen lässt sich den Wissenschaftlern zufolge auch ermitteln, welche Kosten auf Gesundheitsstörungen entfallen, die unmittelbar aus dem Berufsleben resultieren; das heißt "durch Arbeitsbedingungen ganz oder teilweise verursacht sind beziehungsweise in ihrem Verlauf ungünstig beeinflusst werden".
Die Kosten arbeitsbedingter psychischer Störungen veranschlagen die Forscher auf 7,1 Milliarden Euro jährlich. Neben den direkten Behandlungskosten beinhaltet die Zahl Kosten des Arbeitsausfalls, Krankengeldzahlungen der Krankenkassen, Kosten krankheitsbedingter Frühverrentungen und Einnahmeverluste sowie Zusatzausgaben der Rentenversicherung.
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - etwa hoher Leistungsdruck oder geringe Entscheidungsspielräume - können sich aber nicht nur direkt in psychischen Erkrankungen äußern. Auch Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, Kreislauf- sowie Magen- und Darmerkrankungen können die Folge psychisch belastender Arbeitsbedingungen sein. Bezieht man dies in die Schätzung der gesamtwirtschaftlichen Kosten ein, so ist der volkswirtschaftliche Schaden noch erheblich größer als die reinen Kosten psychischer Störungen: Zusammengenommen kommen die Forscher auf rund 10 Milliarden direkte und gut 19 Milliarden Euro indirekte Kosten.
Bödeker und Friedrichs weisen darauf hin, dass betriebliche Gesundheitspolitik einen Beitrag leisten kann, den wirtschaftlichen Schaden von psychischen Erkrankungen und Belastungen zu reduzieren. Zahlreiche Studien aus den USA belegten, dass sich Präventionsmaßnahmen in aller Regel auszahlen - nicht nur gesamtwirtschaftlich, sondern auch für das einzelne Unternehmen. Nach unterschiedlichen Untersuchungen erzielt ein in Gesundheitsprävention investierter Dollar Erträge zwischen zwei und zehn Dollar.
*Wolfgang Bödeker, Michael Friedrichs: Kosten der psychischen Erkrankungen und Belastungen in Deutschland, in: Lothar Kamp, Klaus Pickshaus (Hrsg.): Regelungslücke psychische Belastungen schließen, August 2011.
Download: http://www.boeckler.de/pdf/p_mbf_regellungsluecke.pdf
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Mittwoch, 2. November 2011
Warnung vor versteckten Links
Mit immer neuen Tricks versuchen internationale SPAM-Versender an bestätigte eMail-Adressen zu kommen, um ihren Müll loszuwerden, oder gar Schadprogramme einzuschleusen.
Aktuell unterwegs: "AOL Administration Center Notification #11189" - nicht öffnen, gleich löschen oder an die Internetbeschwerdestelle weiterleiten.
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Freitag, 28. Oktober 2011
einblick 19/2011 vom 28.10.2011
Finanzkrise : Banken regulieren – Arbeitsmarkt stärken
Der Deutsche Bundestag hat der Hebelung des Euro-Rettungsschirms EFSF zugestimmt. Vor den Verhandlungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Krisengipfel der Euroländer in Brüssel erinnert der DGB noch einmal daran, die ArbeitnehmerInnen und ihre Rechte nicht zu vergessen.
(Seite 1)
Mindestlohn: In der Warteschleife
Das Thema Mindestlohn ist endlich auch bei Schwarz-Gelb angekommen. Trotzdem warten drei Mindestlohn-Tarifverträge darauf, allgemeinverbindlich erklärt zu werden. Einige CDU-Landesverbände positionieren sich derweil zum gesetzlichen Mindestlohn.
(Seite 3)
ver.di-Gewerkschaftsarbeit: Die Beschäftigten bestimmen selbst
Mit der bedingungsgebundenen Gewerkschaftsarbeit schlägt ver.di neue Wege ein, um mehr Beschäftigte zu mobilisieren. Im Gesundheitsbereich ist diese Strategie erfolgreich. einblick zeigt, was dahinter steckt.
(Seite 5)
Fachkräftemangel: Das Phantom der Unternehmer
„Die Magie der Prognose“ haben die Autoren des Buches „Lügen mit Zahlen“ ein Kapitel genannt. In diesen Bereich fallen auch die Zahlen über den zu erwartenden Fachkräftemangel. Der Statistiker Prof. Gerd Bosbach zeigt, wie mit Zahlen Fakten geschaffen werde. Er empfiehlt die Frage: Cui bono – wer hat den Vorteil?
(Seite 7)
Http://www.einblick.de
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Der Deutsche Bundestag hat der Hebelung des Euro-Rettungsschirms EFSF zugestimmt. Vor den Verhandlungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Krisengipfel der Euroländer in Brüssel erinnert der DGB noch einmal daran, die ArbeitnehmerInnen und ihre Rechte nicht zu vergessen.
(Seite 1)
Mindestlohn: In der Warteschleife
Das Thema Mindestlohn ist endlich auch bei Schwarz-Gelb angekommen. Trotzdem warten drei Mindestlohn-Tarifverträge darauf, allgemeinverbindlich erklärt zu werden. Einige CDU-Landesverbände positionieren sich derweil zum gesetzlichen Mindestlohn.
(Seite 3)
ver.di-Gewerkschaftsarbeit: Die Beschäftigten bestimmen selbst
Mit der bedingungsgebundenen Gewerkschaftsarbeit schlägt ver.di neue Wege ein, um mehr Beschäftigte zu mobilisieren. Im Gesundheitsbereich ist diese Strategie erfolgreich. einblick zeigt, was dahinter steckt.
(Seite 5)
Fachkräftemangel: Das Phantom der Unternehmer
„Die Magie der Prognose“ haben die Autoren des Buches „Lügen mit Zahlen“ ein Kapitel genannt. In diesen Bereich fallen auch die Zahlen über den zu erwartenden Fachkräftemangel. Der Statistiker Prof. Gerd Bosbach zeigt, wie mit Zahlen Fakten geschaffen werde. Er empfiehlt die Frage: Cui bono – wer hat den Vorteil?
(Seite 7)
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Montag, 26. September 2011
SÜDWIND-Studie: „Jede geht – warum nicht Du?“
Arbeitsmigration westafrikanischer Frauen – ein Blick nach Ghana, Marokko und in die EU
Siegburg, 26. September 2011: In der heute erschienenen Studie „Jede geht – warum nicht Du?“ verfolgt SÜDWIND den Migrationsweg westafrikanischer Frauen und untersucht zentrale Ursachen und Motive der Migration. Dabei konzentriert sich die Studie insbesondere auf die Arbeitsmigration von Ghanaerinnen, die nach Marokko und auch in die EU ziehen, und fragt nach den sozialen, ökonomischen und rechtlichen Verhältnissen, in denen Migrantinnen in den Zielländern leben. Viele von ihnen leben irregulär in Europa, haben keine Arbeitserlaubnis und können nur im informellen Sektor arbeiten. Diese Arbeitsverhältnisse sind alle ungeschützt und bieten in der Regel keine verlässliche Einkommensquelle und keine soziale Sicherheit.
SÜDWIND plädiert daher für die Umsetzung international verankerter (Arbeits-) Schutzrechte für MigrantInnen, für stärkere gewerkschaftliche und zivilgesellschaftliche Ansätze zur Durchsetzung von Arbeitsrechten, für eine umfassende Legalisierung der zurzeit irregulär in Deutschland lebenden Menschen und eine grundlegende Umorientierung der EU-Handels- und Agrarpolitik.
Anders als das in der europäischen Öffentlichkeit dominierende Bild von schwarzen, jungen, männlichen Bootsflüchtlingen, die ‚in Massen‘ nach Europa strömen, zeichnet die Studie ein differenzierteres Bild von Migration und trägt zur Widerlegung des ‚Mythos der Invasion‘ bei: Die Hälfte der 200 Mio. internationalen MigrantInnen ist weiblich, irreguläre Migration macht ca. ein Viertel dieser Gesamtzahl aus und nur ca. 1 % der afrikanischen MigrantInnen migriert nach Europa.
Dennoch ist in den letzten Jahren ein Wachstum sowohl der Süd-Nord-Migration als auch eine Feminisierung der Migration festzustellen. Mit letzterem ist vor allem die zunehmend unabhängige Migration insbesondere junger und gebildeter Frauen gemeint, die weltweit festzustellen ist. Zu dieser Entwicklung hat die wachsende Nachfrage nach gering qualifizierter Dienstleistungsarbeit sowie landwirtschaftlicher Tätigkeit in den Industrieländern genauso beigetragen wie die anhaltende relative Armut in den Herkunftsländern, in der Studie dargestellt am Beispiel Westafrikas, und die Exportpolitik der EU, die z.B. die landwirtschaftlichen Betriebe von Ghanaerinnen in den Ruin getrieben hat.
Die Betrachtung der EU zeigt, dass sich die prekäre Aufenthalts- und Arbeitssituation, die insbesondere Frauen auf dem Migrationsweg erleben, in der Zielregion EU fortsetzt. Die EU-Politik hat sich bisher angesichts dieser Situation auf die Bekämpfung der irregulären Migration konzentriert und dabei durch die Beschränkung regulärer Einreise- und Aufenthaltsmöglichkeiten immer mehr Menschen auf den irregulären Weg gedrängt. Die Etablierung und Kontrolle von Grenzen und die Funktionalisierung Nordafrikas als Sicherheitsgürtel für Europa machen Migrationswege für die Mehrheit der Menschen, die nach Europa wollen, riskanter und tödlicher. Es gibt Berichte über MigrantInnen, die die Grenze zwischen Algerien und Marokko bis zu 30 mal überschritten haben und unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen ohne Getränke und Nahrung in der Wüste ausgesetzt wurden, zurückkehrten und das Gleiche wieder erlebten.
„Eine Verbesserung der Situation von MigrantInnen“, so die Autorin der Studie, Sabine Ferenschild „ist notwendig und ein Gebot der Humanität“. Zugleich mache die Studie aber durch die zahlreichen Verweise auf die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftsweisen und Migrationsformen deutlich, dass für die ‚Verbesserung‘ der Situation von MigrantInnen strukturelle Veränderungen des Wirtschaftssystems selbst nötig wären: Ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen und Agrarprodukten, eine an lokalen Bedürfnissen orientierte Güterproduktion und die globale Etablierung menschenwürdiger Arbeitsformen gehören damit auf die migrationspolitische Agenda.
Da die Studie zunächst nicht in gedruckter Fassung erscheinen wird, steht sie auf der Website www.suedwind-institut.de zum Download bereit.
Kontakt: Dr. Sabine Ferenschild, Telefon: 02241-259 530, Mobil: 0160-2875655, E-Mail: ferenschild@suedwind-institut.de
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Siegburg, 26. September 2011: In der heute erschienenen Studie „Jede geht – warum nicht Du?“ verfolgt SÜDWIND den Migrationsweg westafrikanischer Frauen und untersucht zentrale Ursachen und Motive der Migration. Dabei konzentriert sich die Studie insbesondere auf die Arbeitsmigration von Ghanaerinnen, die nach Marokko und auch in die EU ziehen, und fragt nach den sozialen, ökonomischen und rechtlichen Verhältnissen, in denen Migrantinnen in den Zielländern leben. Viele von ihnen leben irregulär in Europa, haben keine Arbeitserlaubnis und können nur im informellen Sektor arbeiten. Diese Arbeitsverhältnisse sind alle ungeschützt und bieten in der Regel keine verlässliche Einkommensquelle und keine soziale Sicherheit.
SÜDWIND plädiert daher für die Umsetzung international verankerter (Arbeits-) Schutzrechte für MigrantInnen, für stärkere gewerkschaftliche und zivilgesellschaftliche Ansätze zur Durchsetzung von Arbeitsrechten, für eine umfassende Legalisierung der zurzeit irregulär in Deutschland lebenden Menschen und eine grundlegende Umorientierung der EU-Handels- und Agrarpolitik.
Anders als das in der europäischen Öffentlichkeit dominierende Bild von schwarzen, jungen, männlichen Bootsflüchtlingen, die ‚in Massen‘ nach Europa strömen, zeichnet die Studie ein differenzierteres Bild von Migration und trägt zur Widerlegung des ‚Mythos der Invasion‘ bei: Die Hälfte der 200 Mio. internationalen MigrantInnen ist weiblich, irreguläre Migration macht ca. ein Viertel dieser Gesamtzahl aus und nur ca. 1 % der afrikanischen MigrantInnen migriert nach Europa.
Dennoch ist in den letzten Jahren ein Wachstum sowohl der Süd-Nord-Migration als auch eine Feminisierung der Migration festzustellen. Mit letzterem ist vor allem die zunehmend unabhängige Migration insbesondere junger und gebildeter Frauen gemeint, die weltweit festzustellen ist. Zu dieser Entwicklung hat die wachsende Nachfrage nach gering qualifizierter Dienstleistungsarbeit sowie landwirtschaftlicher Tätigkeit in den Industrieländern genauso beigetragen wie die anhaltende relative Armut in den Herkunftsländern, in der Studie dargestellt am Beispiel Westafrikas, und die Exportpolitik der EU, die z.B. die landwirtschaftlichen Betriebe von Ghanaerinnen in den Ruin getrieben hat.
Die Betrachtung der EU zeigt, dass sich die prekäre Aufenthalts- und Arbeitssituation, die insbesondere Frauen auf dem Migrationsweg erleben, in der Zielregion EU fortsetzt. Die EU-Politik hat sich bisher angesichts dieser Situation auf die Bekämpfung der irregulären Migration konzentriert und dabei durch die Beschränkung regulärer Einreise- und Aufenthaltsmöglichkeiten immer mehr Menschen auf den irregulären Weg gedrängt. Die Etablierung und Kontrolle von Grenzen und die Funktionalisierung Nordafrikas als Sicherheitsgürtel für Europa machen Migrationswege für die Mehrheit der Menschen, die nach Europa wollen, riskanter und tödlicher. Es gibt Berichte über MigrantInnen, die die Grenze zwischen Algerien und Marokko bis zu 30 mal überschritten haben und unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen ohne Getränke und Nahrung in der Wüste ausgesetzt wurden, zurückkehrten und das Gleiche wieder erlebten.
„Eine Verbesserung der Situation von MigrantInnen“, so die Autorin der Studie, Sabine Ferenschild „ist notwendig und ein Gebot der Humanität“. Zugleich mache die Studie aber durch die zahlreichen Verweise auf die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftsweisen und Migrationsformen deutlich, dass für die ‚Verbesserung‘ der Situation von MigrantInnen strukturelle Veränderungen des Wirtschaftssystems selbst nötig wären: Ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen und Agrarprodukten, eine an lokalen Bedürfnissen orientierte Güterproduktion und die globale Etablierung menschenwürdiger Arbeitsformen gehören damit auf die migrationspolitische Agenda.
Da die Studie zunächst nicht in gedruckter Fassung erscheinen wird, steht sie auf der Website www.suedwind-institut.de zum Download bereit.
Kontakt: Dr. Sabine Ferenschild, Telefon: 02241-259 530, Mobil: 0160-2875655, E-Mail: ferenschild@suedwind-institut.de
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Donnerstag, 22. September 2011
Buch-Tipp: Wintergarten
Maria Sansoni-Köchel, Lutz Köhler
Wintergärten. Das Praxisbuch.
2011. 192 Seiten, 295 Farbfotos und Zeichnungen, gebunden.
Art.-Nr.: 408519,
Preis: 24,95 €

Dieses Praxisbuch zeigt auf fast 300 Fotos und Zeichnungen, wie Sie professionell einen Wintergarten planen, bauen und bepflanzen. Maria Sansoni-Köchel und Dr. Lutz Köhler führen in die technischen Grundlagen ein und begleiten durch die Bau-Phasen.
Realisierte Beispiele bieten Inspiration. Dazu gibt es Porträts der Pflanzen, die optimal für die verschiedenen Wintergarten-Typen geeignet sind.
Info: http://www.Wissenschaft-Shop.de
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Wintergärten. Das Praxisbuch.
2011. 192 Seiten, 295 Farbfotos und Zeichnungen, gebunden.
Art.-Nr.: 408519,
Preis: 24,95 €

Dieses Praxisbuch zeigt auf fast 300 Fotos und Zeichnungen, wie Sie professionell einen Wintergarten planen, bauen und bepflanzen. Maria Sansoni-Köchel und Dr. Lutz Köhler führen in die technischen Grundlagen ein und begleiten durch die Bau-Phasen.
Realisierte Beispiele bieten Inspiration. Dazu gibt es Porträts der Pflanzen, die optimal für die verschiedenen Wintergarten-Typen geeignet sind.
Info: http://www.Wissenschaft-Shop.de
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Samstag, 6. August 2011
Öffentliche Tagung Friedrich Engels' "Geschichte Irlands" (1869/70)
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Berlin 11.08.2011 ab 13:30 - 12.08.2011 14:00
Friedrich Engels' "Geschichte Irlands" (1869/70) im Kontext der Deutsch-Irischen Beziehungen im 19. Jahrhundert
Irland war im 19. Jahrhundert eine politische Symbolnation, die aus unterschiedlichen Perspektiven für deutsche Reformer und Arbeiterradikale paradigmatische Bedeutung hatten. Friedrich Engels unternahm 1869 eine Irland-Reise und begann anschließend eine deutschsprachige Geschichte Irlands zu schreiben. Intensiv studierte er Geschichte und Politik Irlands, selbst die irische Sprache.
Link: http://idw-online.de/de/event35932
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Berlin 11.08.2011 ab 13:30 - 12.08.2011 14:00
Friedrich Engels' "Geschichte Irlands" (1869/70) im Kontext der Deutsch-Irischen Beziehungen im 19. Jahrhundert
Irland war im 19. Jahrhundert eine politische Symbolnation, die aus unterschiedlichen Perspektiven für deutsche Reformer und Arbeiterradikale paradigmatische Bedeutung hatten. Friedrich Engels unternahm 1869 eine Irland-Reise und begann anschließend eine deutschsprachige Geschichte Irlands zu schreiben. Intensiv studierte er Geschichte und Politik Irlands, selbst die irische Sprache.
Link: http://idw-online.de/de/event35932
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