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Sonntag, 20. August 2017

UNSER HARZ August

Die Harzburg und ihre Kaiser, Teil 2; Zum Betrieb der Diabas-Steinbrüche bei Neuwerk nach 1945; „Dort im wehenden Hain wohnt die Begeisterung!“; Ein Vierteljahrhundert Weltkulturerbe – 25 Jahre Denkmalvermittlung; Nationalparkforum: Commerzbank-Umweltpraktikanten 2017 in vier Einsatzstelle. 

Clausthal-Zellerfeld. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts fiel die Harzburg in den Besitz Ottos VI., der sie ausbauen und sich letztendlich auch von der Harlyburg hierher zum Sterben bringen ließ. Diese Zeit der Regentschaft Ottos IV. und die anschließenden wechselnden Besitzverhältnisse der Harzburg bis zu ihrem endgültigen Abriss 1650/51 werden im zweiten Teil des Berichts über diese bekannte Harzer Burg geschildert.

Der Diabas ist das Gestein des Jahres 2017. Über die Diabas-Steinbrüche bei Neuwerk wurde schon einmal in UNSER HARZ 8/2011 berichtet, was den Autor Günter Wilke aus Thale zu weitergehenden Recherchen und Zeitzeugenbefragungen inspiriert hat, ergänzt durch eigenes Erleben. Hier wird vor allem auf die Zeit zwischen 1945 und der Schließung der Steinbrüche 1967 eingegangen mit einer kurzen vorangestellten Übersicht der Aktivitäten und Lage der Steinbrüche in den vorangegangenen Produktionszeiträumen. Die Fortsetzung mit der Beschreibung der technischen Gegebenheiten in den Steinbrüchen wird im nächsten Heft zu finden sein.

Die Serie der Gedichtvorstellungen und -interpretationen wird fortgeführt mit einem Gedicht – einer Ode – von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg. Die Ausstellung im Rammelsberg zum Thema „Ein Vierteljahrhundert Weltkulturerbe“ ist bis zum 18. November 2017 verlängert worden – sie wird hier noch einmal detailliert vorgestellt.

Im Nationalparkforum kommen Praktikantinnen des Commerzbank-Praktikums zu Wort und berichten über die vielfältigen Tätigkeitsfelder im Nationalpark Harz und ihre Motivationen.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation 
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Herausgeber: 
Schriftleitung UNSER HARZ
Brigitte Lippmann
Ringstr. 30G
38678 Clausthal-Zellerfeld
108b@gmx.de
Tel. 05323 718474

Samstag, 24. Juni 2017

UNSER HARZ Juni 2017

Zur Geschichte der Rüstungsproduktion der Pulverfabrik Kunigunde bei Liebenburg bis zum Ende des 2. Weltkriegs; Die Haselnuss; Ein historischer Windofen für den Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e. V.; Frühjahrsgedicht; „Auf die Berge will ich steigen“ – Harzgedichte in loser Folge vorgestellt; Waldkauz – der Vogel des Jahres 2017 im Nationalpark Harz
 
Clausthal-Zellerfeld und Liebenburg-Kunigunde. Die seit mehr als 300 Jahren bestehende Pulverfabrik in Kunigunde (an der B 6 zwischen Goslar und Salzgitter gelegen) produziert noch heute Schwarzpulver und Zündschnüre. Hinsichtlich der Kriegsproduktion dieses Werks wurde ein Gutachten erstellt, das hier erstmals vorgestellt wird. Es ist hochinteressant, was hier im 1. und vor allen Dingen im 2. Weltkrieg unter strikter Geheimhaltung hergestellt wurde - u.a. mit dem Einsatz von Zwangsarbeitern.
 
Die im Handel angebotenen größeren Haselnüsse kommen meist aus der Türkei oder Italien, sie stammen von einem anderen Strauch als dem bei uns beheimateten Corylus avellana. Dessen Besonderheiten und Verwendungen werden vorgestellt.
 
Ein neuer historischer Windofen konnte für das Südharzer Eisenhüttenmuseum auf der Königshütte in Bad Lauterberg erworben werden. Sein Aussehen, Maße und Funktionsweise werden in unserem dritten Artikel beschrieben.
 
Ein Frühjahrsgedicht und eine neue Gedichtinterpretation, diesmal von Heinrich Heines „Auf die Berge will ich steigen“, schließen sich an und im Nationalparkforum wird der Vogel des Jahres 2017 vorgestellt, der Waldkauz, der schon das Titelbild ziert und auch im Nationalpark an verschiedenen Stellen beobachtet werden kann.
 
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Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
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Sonntag, 11. Juni 2017

UNSER HARZ Mai 2017

Zum Reformationsjubiläum 1517 - 2017: Martin Luther war im Harz; Heinrich der Erste, Otto der Große und die Ungarn – Was vor über tausend Jahren im Nordharzvorland geschah; Das Sanatorium Dr. Barner in Braunlage; Die Walkenrieder Mönche waren nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft
 
Wir feiern das Lutherjahr mit einer Fülle an Veröffentlichungen und Veranstaltungen. Luthers Thesen, ausgelöst durch den Ablasshandel, verbreiteten sich vor 500 Jahren im damaligen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation dank der Druckkunst mit unglaublicher Geschwindigkeit und lösten eine starke Erschütterung und Spaltung in Kirche und Gesellschaft aus. Das beleuchtet der erste Beitrag im Heft.
 
Zu Beginn des 10. Jahrhunderts wurde Heinrich I. von einfallenden Ungarn bedrängt. Es gelang ihm, einen 9jährigen Frieden auszuhandeln, der jedoch vorzeitig gebrochen wurde. In der entscheidenden Schlacht am Elm wurde Heinrichs Heer vernichtend geschlagen. Erst 955 gelang es Otto I., die Ungarn zu besiegen und schon 18 Jahre später wurden sie von ihm zu einem Hoftag nach Quedlinburg eingeladen, der wiederum 1030 Jahre später, im Jahre 2003 dort aufwendig nachgestellt wurde. Die Rolle der Pfalz Werla damals wie heute wird im Hintergrund beschrieben.
 
1900 wurde das Sanatorium Dr. Barner in Braunlage gegründet. Zunächst aus zwei benachbarten Villen hervorgegangen, erfuhr das Sanatorium nach und nach Erweiterungsbauten durch den Architekten Albin Müller, der auch seit 1903 den Innenausbau im reinen Jugendstil übernahm.
 
„Die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft waren die Zisterziensermönche in Kloster Walkenried, sie hatten bereits im frühen 13. Jahrhundert erste Teich- und Grabensysteme konstruiert.“ Dieser Satz des verstorbenen Denkmalpflegers Dr. Reinhard Roseneck aus dem Antrag zum Eintrag des Oberharzer Wasserregals in die UNESCO-Welterbeliste wurde schon oft angezweifelt, nun aber erscheint im Nationalparkforum ein differenziert belegter Beitrag zu dieser Behauptung. Diese Aussage ist nichts weiter als eine moderne Legende, so die Autoren Dr. Friedhart Knolle und Fritz Reinboth.
 
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Samstag, 14. Januar 2017

UNSER HARZ Januar

Der Oderteich – Eine 300 Jahre alte Talsperre und ihre Reparatur; Die Konradsburg, Stammburg der Falkensteiner; Nachrichten vom Harz und Harzrand vor 100 Jahren (1916), Teil 2

Clausthal-Zellerfeld. Für 175 Jahre war der 1721 fertiggestellte Oderteich Deutschlands größte Talsperre. Fast 200 Jahre lang diente er der Versorgung des Sankt Andreasberger Bergbaus mit Aufschlagwasser, seit der Stilllegung des Bergbaus 1913 erzeugt sein immer noch durch den Rehberger Graben geleitetes Wasser Strom. Im letzten Jahr wurden die langwierigen Reparaturarbeiten an der Striegelanlage des zum Welterbe gehörenden Oderteichs beendet. Schon lange war bekannt, dass es Undichtigkeiten gab und immense Mengen Wasser am Striegel vorbeiflossen. Als klar wurde, dass sie in den Dammkörper drangen, war rasches Handeln gefragt. Was sich nun abspielte, wird in unserem Artikel über die Sanierung des Oderteichs detailliert beschrieben. 

Südlich von Ermsleben, am Ende des Selketals, liegt die Konradsburg. Ihrer möglichen Gründung und wechselvollen Geschichte, vor allem als Benediktinerkloster, spürt der nächstfolgende Beitrag nach.

Der Inhalt wird ergänzt durch den zweiten Teil der Mitteilungen, was vor 100 Jahren im Harz die Zeitungsmeldungen verkündeten. Von Offiziersbeleidigung ist die Rede, von der Ansiedlung der Mufflons, wie die Gastronomie sich veränderte, aber auch weitere Berichte von Wildereien, Unglücken, Straftaten, Gefallenen und Kriegsgefangenen prägen das Themenspektrum.

Im Nationalparkforum wird die Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof am vergangenen Volkstrauertrag dokumentiert einschließlich der gehaltenen Reden, in denen angesichts der hier bestatteten sinnlos gefallenen jungen Soldaten und Zwangsarbeitern kritische Fragen gestellt werden. 

Anl. Abb. frei mit dieser PI: Titelseite und Fotos des Oderteichs von Walter Wimmer.

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Mittwoch, 21. Dezember 2016

Zur Industriegeschichte im Südharz

Von der Rohstoffgewinnung von Gips, Kali und Flussspat bis zur Kautabakherstellung – Band 31 der Harz-Forschungen erschienen

Wernigerode. Der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde hat den Band 31 seiner Reihe „Harz-Forschungen“ unter dem Titel „Zur Industriegeschichte im Südharz“ herausgegeben.

Im Mittelalter war der Südharz ein Machtzentrum der deutschen Kaiser und Könige. Später, im 19. und 20. Jahrhundert, entwickelte sich hier ein bedeutendes Industriezentrum. Dank der immer besseren Infrastruktur, vor allem durch den Bau der Eisenbahnstrecken Halle - Kassel, Erfurt - Nordhausen sowie der Harzquerbahn, verbesserten sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Absatz- und Produktionsbedingungen. Dies betraf nicht zuletzt die Erzeugnisse des Maschinenbaus: Betriebe wie Gerlach & König, Montania, Orenstein & Koppel, Maschinenbau- und Bahn AG, VEB Schlepperwerk (später VEB IFA Motorenwerke) bzw. der heute noch bestehende Betrieb Schmidt, Kranz & Co. waren weit über die Region hinaus bekannt für ihre qualitätsvollen Produkte. Neben verschiedenen Branntweinbrennereien, die teilweise noch heute von Bedeutung sind, entfaltete sich im ersten Halbjahr des 19. Jahrhunderts die Kautabakproduktion, mit der man bis zum Zweiten Weltkrieg führend in Deutschland war, die heute aber leider nur noch in Witzenhausen ausgeübt wird. Mit der ersten Abteufung eines Kalischachtes 1893 bei Sondershausen und dem weiteren Abbau von Kali zwischen Hainleite und Harz etablierte sich ferner eine neue Berg- und Schachtbau-Industrie. Für die Eisen- und Stahlproduktion waren die Schwerspat-Lagerstätten bei Rottleberode von entscheidender Bedeutung, und auch die Gipsproduktion basierte auf hochwertigen Vorkommen. Nicht unterschätzt werden darf der Harz als Rohstofflieferant vor allem für die Holz- und Möbelindustrie im Südharz.

In dem jetzt erschienen Band wird die Geschichte ausgewählter Betriebe der genannten Industriezweige vorgestellt und mit vielen Fotos, Dokumenten und Zeitzeugenauskünften reichhaltig illustriert.

Hans-Jürgen Grönke, Hrsg.: Zur Industriegeschichte im Südharz. – Harz-Forschungen Bd. 31, 2016, ISBN 978-3-86732-223-2, 432 S., 290 Abb., 17,0 x 24,0 cm, Broschur, Bezug über den Buchhandel oder www.lukasverlag.com

Freitag, 11. November 2016

UNSER HARZ November

Erz für Hitlers Wahn – Aspekte der nationalsozialistischen Industriepolitik in den Besucherführungen am Weltkulturerbe Rammelsberg; Zur Erinnerung an den Heimatforscher Heinrich Spier; Serie Harzer Künstlerpostkarten, Teil 9; Dr. Hans-Ulrich Kison im Ruhestand

Clausthal-Zellerfeld. Von der ehemaligen Betreiberin des Erzbergwerks Rammelsberg, der PREUSSAG, nicht als Museum vorgesehen, nach Einschätzung des Direktors des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum und lt. Gutachten des Deutschen Museums in München jedoch eines der bedeutendsten technischen Denkmäler in Deutschland, erhielt schließlich das Museum am Rammelsberg 1992 als erstes deutsches Industriemuseum den Status des Weltkulturerbes. Doch sollen die technischen Superlative des Rammelsberges nicht außer Acht lassen, in welcher Zeit und zu welchem Zweck der größte Teil der Übertageanlagen gebaut wurde. Die Autarkiebestrebungen der Nationalsozialisten im Hinblick auf den 2. Weltkrieg ließen ein millionenschweres Investitionsprogramm in das Erzbergwerk Rammelsberg, besonders die Erzaufbereitung nach dem neuen Flotationsverfahren, fließen. Diese nationalsozialistischen Spuren sollen nun stärker museal vermittelt werden.

Vor 20 Jahren verstarb der in Goslar geborene Heimatforscher Heinrich Spier, der zahlreiche Schriften über geschichtliche Zeugnisse aus Goslar und seiner Umgebung veröffentlicht hat (u. a. „Zur Geschichte des langen Tanzes in Goslar“) und für seine Verdienste um die Heimatforschung mit der Silbernen Ehrenplakette der Stadt Goslar ausgezeichnet worden ist.

Die 9. Folge der Serie über Harzer Künstlerpostkarten stellt diesmal verschiedene Künstler vor, die Motive aus der Goslarer Umgebung auf ihren Postkarten verewigt haben.

Das Nationalparkforum würdigt die Arbeit des stellvertretenden Leiters der Nationalparkverwaltung und Fachbereichsleiters Naturschutz, Forschung und Dokumentation Dr. Hans-Ulrich Kison, der sich am 1. September in den Ruhestand verabschiedet hat.

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Montag, 26. September 2016

UNSER HARZ September

Aus der Frühgeschichte der Radioaktivität – Forschungen im Harz und Umland; Forstliche Nachhaltigkeit – nicht im Harz erfunden, aber von Hans Dietrich von Zanthier gelehrt; Historische Gipsöfen am Nordharz; Serie Harzer Künstlerpostkarten, Teil 7, Brockenhexen; Nationalpark Harz von Anfang an dabei: 15 Jahre „Fahrtziel Natur“ – Klimaschutz durch Verkehrsverlagerung

Harz. Vor 120 Jahren wurde die Radioaktivität entdeckt. Dass viele Erkenntnisse hierzu aus dem Umfeld der Wolfenbütteler Physiker Julius Elster und Hans Geitel gewonnen wurden, gründend auf Versuche in Bergwerksschächten und Höhlen der Harzregion, ist weitgehend in Vergessenheit geraten. 

2017 kann der 300. Geburtstag des Forstmanns Hans Dietrich von Zanthier begangen werden – Zeit, einen Rückblick zu halten und Klarheit zu verschaffen über sein Wirken und seine zukunftsweisenden Gedanken. Er gründete die erste Forstschule im deutschsprachigen Raum, jedoch nicht weltweit, wie oft gesagt wird.

Über die Gipsbrennerei am Südharz gibt es bereits mehrere Veröffentlichungen. Doch auch, wenn dieses Gebiet zu den bedeutendsten Zechsteingipsvorkommen in Deutschland zählt, so wurde doch auch im Nordharz Gips gewonnen, wie die rudimentären Reste früherer Gipsöfen zeigen.

Das Geheimnisvolle des Brockens und sein Hexenmythos spiegeln sich auch in vielen Postkarten verschiedener Künstler wider. Auf einigen sind die früheren Wandfriese von Adolf Rettelbusch im Brockenhotel noch zu sehen.

Im Nationalparkforum wird das Projekt „Fahrziel Natur“ vorgestellt, ein Gemeinschaftsprojekt von National- und Naturparken sowie Biosphärenreservaten in Deutschland, der Schweiz und Österreich mit dem Ziel, Tourismus nachhaltiger zu gestalten und die Nahverkehrsmöglichkeiten zu verbessern.

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Samstag, 13. August 2016

Unser Harz August 2016

Geschichte des Klosters Ballenstedt – Begräbnisstätte der frühen Askanier; Ein Wanderweg und die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt für Werner Grübmeyer; Auf der Spur des Verbrechens; Die Kamelfichte am Achtermann; Die Kirchenbrücke in Oker; Der Fledermausbestand des Zoologischen Museums der Universität in Göttingen (ZMUG); Serie Harzer Künstlerpostkarten – Teil 6: Der Brocken und seine Wetterlage; Nationalparkforum: Nationalpark Harz arbeitet mit tunesischem Wald-Nationalpark zusammen


Clausthal-Zellerfeld. Ballenstedt, „die Wiege Anhalts“, wird urkundlich erstmals 1036 erwähnt, im Zusammenhang mit Graf Esiko, verwandt mit den Saliern. Wohl 1043 gründete Esiko auf dem Schlossberg in Ballenstedt ein Kloster. In unserem ersten Artikel bringt Autor Horst Lange Klarheit in die vielen Rätsel um dieses Kloster, das im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde.

Werner Grübmeyer, dem langjährigen Vorsitzenden des Nationalpark-Beirats, wurden anlässlich seines 90. Geburtstages und der letzten von ihm vorbereiteten Beiratssitzung diverse Ehrungen zuteil, um sein engagiertes Wirken für den länderübergreifenden Nationalpark Harz zu würdigen. Dr. Friedhart Knolle stellt hier das vielfältige Wirken Werner Grübmeyers, der über 37 Jahre lang Bürgermeister in Sankt Andreasberg war, für die Belange des Harzes vor. 

Ein Spaziergang der besonderen Art hat Christian Dolle an verschiedene Harzorte geführt: Er begleitete Krimiautor Roland Lange an die Schauplätze seines neuen Buchs „Stöberhai“. 

Am 3. Juli wurde in Braunlage der Nachbau der Kamelfichte übergeben, der nun wahrscheinlich im Kurpark seinen Platz finden wird. Seine Kindheit in Braunlage und die Kamelfichte auf dem Achtermann haben Helmut Fricke auf besondere Weise in sein Leben begleitet, weshalb er die Kamelfichte rekonstruieren ließ. 

Wie wird das Schicksal der alten Kirchenbrücke in Oker aussehen? Wäre sie es nicht wert, unter Denkmalschutz zu stehen mit ihrer heute selten gewordenen Konstruktion aus „Puddelstahl“? Fragen, die Heinz Severitt zur Situation in Oker stellt.

Der Fledermausexperte Wolfgang Rackow beschreibt, was es im Fledermausbestand des Zoologischen Museums der Universität Göttingen zu sehen gibt.

Die Serie über Harzer Künstlerpostkarten widmet sich diesmal dem Brocken, der auch viele Künstler, allen voran Adolf Rettelbusch, aber auch Ulrich Bornemann, inspirierte.

Das Nationalparkforum berichtet über die deutsch-tunesische Zusammenarbeit im Hinblick auf die Realisierung verschiedener Projekte mit gegenseitigem Erfahrungsaustausch.

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Weitere Abbildungen aus diesem Heft mailen wir Ihnen auf Anfrage gern.

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Freitag, 22. April 2016

UNSER HARZ April

Erdfälle – Geotop des Jahres 2016, Benneckenstein im Mittelalter (Teil 2), Harzer Künstlerpostkarten: Tiermaler und Wandmalerei, Neuer Band der Nationalpark-Schriftenreihe: Spinnen – bemerkenswerte Vielfalt auf acht Beinen

 
Clausthal-Zellerfeld. In der Gipskarstlandschaft am Südharzrand und darüber hinaus in der weiteren Harzregion sowie seinem nördlichen Vorland gibt es Tausende von Dolinen und Erdfällen, große und kleine, alte und neue. Sie wurden zum Geotop des Jahres 2016 erklärt. Beispielhaft für die Fülle der schutzwürdigen Erdfälle steht der Juessee in Herzberg an Harz. Lesen Sie hier, wie sie entstanden und noch entstehen, welche verschiedenen Formen von Erdfällen es gibt und warum sie so wertvoll und erhaltenswert sind.
 
Es gibt Hinweise darauf, wo einst die Burg der Honsteiner in Benneckenstein gestanden hat, auch wenn archäologisch nicht mehr viel nachzuweisen ist. Ein Kaufvertrag von 1424 gibt jedoch einige Einzelheiten über die Burg preis. Auch die Grenzen des Burgamts Benneckenstein lassen sich aus alten Aufzeichnungen definieren, bis diese später durch Grenzsteine markiert wurden. Diese Steine sind leider nicht mehr vollständig vorhanden und werden jetzt dokumentiert. Auszüge aus „Burgfriede“ und „Einung“ von 1424 vermitteln ein lebendiges Bild des damaligen gesellschaftlichen Zusammenlebens.
 
Im zweiten Teil der neuen Serie über Harzer Künstlerpostkarten werden nicht nur sehr naturalistisch gemalte Tierpostkarten, sondern auch dergleichen Darstellungen in großen Wandgemälden vorgestellt. Auch das auf dem Titelbild zu sehende, die Barbarossa-Sage darstellende Wandbild von Hermann Wislicenus aus der Kaiserpfalz Goslar gehört in diese Zeit.
 
420 Webspinnenarten sind im Nationalpark Harz nachgewiesen, dazu kommen noch 19 Weberknechtarten. Für einige von ihnen stellt der Harz den einzigen bekannten Fundort dar. Im Nationalparkforum wird das neue, 371 Seiten umfassende Spinnenbuch aus der Nationalpark-Schriftenreihe vorgestellt, in dem fast alle Arten mit hochwertigen Fotos dokumentiert werden.
 
Anl. Fotos frei mit dieser PI: Erdfall Jues-See in Herzberg am Harz, Foto Detlef Tront; Erdfall im Lüderholz bei Herzberg am Harz, Foto Firouz Vladi.
 
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Mittwoch, 6. Januar 2016

UNSER HARZ Januar 2016

*UNSER HARZ Januar 2016: Rückreise in die verschwindende „Harzheimat“ – Heimatsuche und Heimatpflege in den Büchern und Bildern von Karl Reinecke-Altenau – Jürgenohl - Ein neuer Stadtteil entsteht – Kunstwerke aus Hirschhorn - Handgefertigte Schmuckstücke*


Clausthal-Zellerfeld. Karl Reinecke-Altenau – noch immer setzen sich viele mit seinem Leben und Werk auseinander. Prof. Dr. Horst Denkler hat sehr sorgfältig die Zeitströmungen analysiert, in denen Reineckes Schaffen entstanden ist, und in diesem Kontext lassen sich einzelne Aspekte seines Wirkens auch sehr genau bewerten - an einigen Stellen vom Verdacht der Treue zu den Nationalsozialisten befreien, an anderen dem Urteil des nicht-originären Kitsches zuordnen. Trotzdem bleiben die braunen Flecken auf der Weste von Karl Reinecke-Altenau. Eine hochinteressante Abhandlung über den Harzer Heimatschriftsteller, Maler und Brauchtumsbegründer. Und es macht auch nachdenklich, wenn schon damals aufkommender Massentourismus, unaufhaltsame Zivilisationstechnik und Bewirtschaftung aller natürlichen Ressourcen in Reinecke Angst um Verschandelung und Zerstörung seines geliebten Harzes aufkommen ließen, die ihn zu äußersten Anstrengungen anspornte, dessen Schönheit zu erhalten.

Der vierte Bericht über den Goslarer Fliegerhorst schildert die Umwandlung des Militärflughafens in ein Wohngebiet, das hier schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts angedacht worden war. 1947, als Goslars Bevölkerung durch den Zuzug von Flüchtlingen um fast 65 % gestiegen war, wurde entschieden, auf dem Flugplatz einen neuen Stadtteil mit dem späteren Namen "Jürgenohl" entstehen zu lassen. Die britische Militärregierung knüpfte diverse Bedingungen an ihre Genehmigung, u.a. musste die Hälfte der geplanten Bebauung innerhalb von zwei Jahren soweit fertiggestellt sein, dass der Flugplatz als solcher nicht mehr zu gebrauchen war.

Rainer Kutscher beschreibt Schmuckstücke und Gebrauchskunst, die aus Hirschgeweihen bzw. Grandeln hergestellt werden.

Im Bode-Verlag ist nun das über 800 Seiten starke Standardwerk über Bergbaugeschichte und Mineralienschätze im Harz erschienen, das ebenso wie diverse andere regionale Bücher vorgestellt wird, und im Nationalparkforum wird noch einmal auf den Ablauf der Bewerbungsfrist für das Commerzbankpraktikum hingewiesen und eine ehemalige Praktikantin schildert ihre dort gemachten interessanten Erfahrungen.

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Mittwoch, 25. November 2015

UNSER HARZ November 2015

Fliegerhorst Goslar: Vom Kriegsende über „Kalten Krieg“ und „Wende“ zur Nachnutzung. Kreisübergreifende Arsenbelastung von Sankt Andreasberg bis in die Oderaue im Landkreis Osterode am Harz. Ein Mauerrest erinnert an ein untergegangenes Dorf: Einiges über die Ruine Mötlingerode am Feldbrunnen (zwischen Osterode und Dorste) – vor 25 Jahren wurde dort ein Denkstein aufgestellt. Der geteilte Harz, 1945 - 1989, Teil 7: Die Propstei Blankenburg. Nationalpark-Tag des NIG Bad Harzburg – Erlebniswanderung auf dem Naturmythenpfad Braunlage
 
Clausthal-Zellerfeld. Schon bald nach Kriegsende zog sich die US-Army aus Goslar gemäß den bereits 1943 zwischen den Besatzungsmächten vereinbarten Gebietsaufteilungen zurück und die Briten übernahmen Goslar und damit auch den Fliegerhorst. Dieser Flughafen wurde von ihnen nicht mehr benötigt und daher unbrauchbar gemacht – das Rollfeld wurde mit Wohnraum für die durch Flüchtlinge stark angewachsene Bevölkerung bebaut. Detailliert wird von Dr. Donald Giesecke und Günter Piegsa im ersten Beitrag des Heftes die sich anschließende wechselvolle Nutzung des Areals beschrieben – erst durch britische Einheiten, später durch Einheiten der neu gegründeten Bundeswehr. Nach Abzug der Bundeswehr steht nun wieder eine neue Nutzung dieses Areals an.
 
Bereits 1550 ist die erste Schmelzhütte im Sankt Andreasberger Ortsteil Silberhütte belegt. Im 19. Jh. entstand auf dem Hüttengelände ein Arsenikwerk. Ausgelöst durch Recherchen aufgrund von Krebserkrankungen in der dort lebenden Bevölkerung wurde den Schadstoffbelastungen im Umfeld der Hütte nachgegangen. Die erstaunlichen Ergebnisse mit Arsen- und Schwermetall-Auswirkungen bis weit in den Landkreis Osterode am Harz hinein sind in unserem zweiten Artikel von Dr. Friedhart Knolle veröffentlicht.
 
Am Feldbrunnen, wo die Straße nach Uehrde abzweigt, thront auf der Anhöhe ein alter Mauerrest. Was es mit diesem auf sich hat, schildert Ingrid Kreckmann im dritten Beitrag des Hefts.
 
Im 7. Teil der Serie über den geteilten Harz schreibt Wiebke Kock über die Propstei Blankenburg. Auch die Situation vieler Kirchengemeinden wurde durch die innerdeutsche Grenze beeinflusst, waren doch viele sowohl im Osten wie im Westen jetzt von ihrer Landeskirche abgetrennt. Finanziell ging es den Kirchen im Osten schlecht und damit auch ihren Angestellten, was durch die Aktion „Kirchlicher Bruderdienst“ abgemildert werden sollte.
 
Im Nationalparkforum schildert Ralf Zumbruch seinen ersten Einsatz als Nationalpark-Waldführer, den er mit einer 5. Klasse des Niedersächsischen Internatsgymnasiums Bad Harzburg auf dem Naturmythenpfad in Braunlage verbracht hat.
 
Auf der Heftrückseite präsentiert sich das Museum Burg Falkenstein.
 
Das ganze Heft steht unter
 
https://www.researchgate.net/profile/Friedhart_Knolle 
 
auch im Internet und kann dort ausnahmsweise kostenlos heruntergeladen werden.

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Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
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Donnerstag, 29. Oktober 2015

UNSER HARZ September 2015

Das Offizierscasino des Fliegerhorstes Goslar: Architektonische Besonderheiten – ursprüngliche Funktion – ungewisse Zukunft, Einiges über die Vogelbeere, die auch Eberesche genannt wird, Eishockey im Harz … vom Eisteich zum Eisstadion – Erfolgreiche Ausstellung im Heimatmuseum Braunlage und nachgefragte Broschüre, Viel Wissenswertes vom „Hospital“ Ellrich, Wie steht es um den Wald? Die 13. Bundeswaldinventur, Serie Der geteilte Harz, 1945–1989 – Teil 5, Totholz ist Leben – und unverzichtbar im natürlichen Wald

Clausthal-Zellerfeld. Das Offizierscasino auf dem ehemaligen Goslarer Fliegerhorst ist in die Schlagzeilen geraten, weil das denkmalgeschützte Gebäude nicht in das Nutzungskonzept der derzeitigen Eigentümer des Areals passt und abgerissen werden soll. Der erste Artikel beschäftigt sich mit der Geschichte und Bedeutung des Fliegerhorst-Ensembles und speziell des Offizierscasinos und beschreibt seine aufwendige Ausstattung.

Als weitere Baumart wird die Eberesche vorgestellt - ihr Wuchs, ihr Vorkommen bis hoch in den Norden und ihre mystische, praktische und medizinische Bedeutung. 

Von Ende März bis Anfang Juni dieses Jahres war im Heimatmuseum Braunlage die Sonderausstellung „Eishockey im Harz … vom Eisteich zum Eisstadion“ zu sehen. Sie stellte – wie dies auch die dazu erschienene Broschüre tut – die Entwicklung dieser Sportart im Harz vor bis hin zur immerhin erfolgten Bewerbung um die Anwartschaft für die Winterolympiade 1936.

Nicht nur von dem Kirchen-Kleinod aus dem 14./15. Jahrhundert, auch vom ehemaligen Hospital in Ellrich gibt es eine Menge zu berichten über deren Geschichte, ihre Kostbarkeiten und das Leben der früheren sog. Hospitaliten.

Innerhalb der europäischen Staaten ist Deutschland das Land, das den größten Holzvorrat aufweist. Der Bericht über die 13. Bundeswaldinventur liefert neben Fakten über Waldveränderungen in den letzten 10 Jahren auch Auskünfte über Waldverteilung, Holzverwendungen, Waldumbau, Klimaauswirkungen und volkswirtschaftliche Größenordnungen der Holzindustrie.

Im 5. Teil der Serie über den geteilten Harz wird die Lage im Zonenrandgebiet geschildert, die für den Harz eine schwierige Zeit bedeutete. Wege endeten plötzlich, das Wandergebiet war eingeschränkt, auch touristische Förderprojekte, oft in Form unsäglicher Bettenburgen, konnten daran nichts ändern, ebenso wenig die Deutschlandwanderung des damaligen Bundespräsidenten 1979 mit ihren Harzer Etappen. Etwas Erleichterung brachte der „Kleine Grenzverkehr“, jedoch nur für Autofahrer, da mit den öffentlichen Verkehrsmitteln große Umwege gemacht werden mussten, die direkten Verbindungen bestanden ja nicht mehr.

Das Nationalparkforum klärt darüber auf, was Totholz (ein Bild stehenden Totholzes befindet sich diesmal auch auf der Titelseite) für den Wald bedeutet. 

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1.

Herausgeber:
Schriftleitung UNSER HARZ
Brigitte Lippmann
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38678 Clausthal-Zellerfeld
108b@gmx.de

UNSER HARZ Oktober

Bekannte Musiker weltweit schätzen Bässe aus dem Harz – 25 Jahre E-Bass-Manufaktur in Clausthal-Zellerfeld; Flugplatz Goslar – vom zivilen Flughafen zum militärischen Fliegerhorst Goslar 1927-1945; Vor 180 Jahren brannte es auf dem Brocken; Zum 175. Todesjahr von Johann Friedrich Blumenbach (1752–1840), der die Ordnung der Fledermäuse mit dem wissenschaftlichen Namen CHIROPTERA prägte; Der geteilte Harz 1945–1989, Teil 6; Nationalparkforum: NS-Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in den Westharzwäldern – auch im heutigen Nationalpark
 
Clausthal-Zellerfeld. Die E-Bassmanufaktur Gerald Marleaux in Clausthal-Zellerfeld, die sich weltweit schon längst einen Namen gemacht hat und bekannte Musiker beliefert, feiert im Oktober ihr 25jähriges Betriebsjubiläum – Grund genug, diesen Betrieb einmal vorzustellen.
 
Als 1925 mit dem Bau des zivilen Goslarer Flugplatzes begonnen wurde, hatte er außer den Flugtagen in den ersten Jahren noch wenig Bedeutung. Unter Umgehung des Versailler Vertrages wird er zwischen 1935 und 1937 zum Fliegerhorst ausgebaut und in der Folge mit militärischen Einheiten belegt. Im Krieg fanden von hier aus einige bedeutendere Operationen statt, bis er im August 1944 von der amerikanischen Luftwaffe bombardiert wurde. Bauweise und Bedeutung des Goslarer Fliegerhorstes werden hier detailliert vorgestellt.
 
Hatte der schwedische Naturforscher Linné die Fledermäuse noch in der Familie der Menschen und Affen eingeordnet, so wurde bald darauf von dem vor 175 Jahren verstorbenen Johann Friedrich Blumenbach, der an der Göttinger Universität promoviert und fast 60 Jahre lang gelehrt hatte, der für ihre Gattung heute noch gültige Ordnungsname „CHIROPTERA“ eingeführt.
 
In den Jahren 1957 bis 1961 durften Ostdeutsche nach Westdeutschland reisen und umgekehrt. Viele Begegnungen fanden in dieser Zeit statt, getragen von der Hoffnung und dem Bekenntnis, wieder ein Volk werden zu müssen. Doch es wurde noch ein langer Weg …
 
Im Nationalparkforum wird die endlich begonnene Aufarbeitung der Geschichte der Kriegsgefangenen in der Forstwirtschaft des Westharzes vorgestellt. Holz war ein kriegswichtiger Rohstoff und so hatte praktisch jedes Harzer Forstamt ein eigenes Kriegsgefangenenlager. Dieser wichtige Beitrag steht unter https://www.researchgate.net/profile/Friedhart_Knolle auch im Internet und kann dort kostenlos heruntergeladen werden.
 
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Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
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Anlage: Die MTV-Hütte Oderteich, heute Hummel-Maaß-Hütte genannt, war im 2. Weltkrieg ein Lager für kriegsgefangene Franzosen und Russen. Foto Siegfried Wielert, frei mit dieser PI.
 
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Samstag, 8. August 2015

UNSER HARZ August 2015

Queste, Erichsburg, Kamax Osterode, Fledermäuse und Umweltpraktikum im Nationalpark Harz
 
Clausthal-Zellerfeld. In diesem Jahr wurde in Questenberg für die Queste ein neuer Stamm angebracht, wie dies seit den Dreißigerjahren des 19. Jahrhunderts in unregelmäßigen Abständen von 4 - 25 Jahren belegt ist. Ernst Kiehl schreibt anlässlich dieses Ereignisses, das diesmal nach 15 Jahren stattfand, über die Symbolik, die Bäume und bestimmte Zeichen in unseren Bräuchen verkörpern.
 
Wahrscheinlich in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts wurde die Erichsburg errichtet, deren Überreste an der Straße zwischen Güntersberge und Gernrode noch heute von dieser kriegerischen Zeit in Deutschland zeugen. Bei Mägdesprung, an der ehemaligen Heerstraße von Gernrode nach Harzgerode, liegt die Ruine der Heinrichsburg - auch sie verbunden mit vielen Geschichten von Raub und Totschlag, die Horst Lange neben den nachgewiesenen Geschichtsdaten zu diesen beiden Burgen zusammengetragen hat.
 
Sowohl der dritte als auch der vierte Bericht führen uns nach Osterode am Harz, einmal in dankbarer Erinnerung an eine Lehrzeit in den 1950er Jahren bei den Kamax-Werken und ganz aktuell auf den Spuren invasionsartiger Einflüge einer unserer kleinsten Fledermausarten in dortige Gebäude.
 
Der vierte Teil der Serie über den geteilten Harz beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten, Nachrichten von West nach Ost und umgekehrt auszutauschen und beschreibt Ilse Behrens, die mit ihrer 1952 gegründeten Zeitschrift „Heimatfreund“ versuchte, nach dem Verlassen ihrer Heimatstadt Halberstadt eine Verbindung zwischen Ost und West zu halten.
 
Seit 25 Jahren gibt es nun das Commerzbank-Umweltpraktikum, das in diesem Zeitraum über 1.400 Praktikant(inn)en ein Open-air-Semester ermöglicht hat, etlichen davon auch im Nationalpark Harz. Zwei derzeitige Praktikantinnen werden mit ihrer Arbeit hier vorgestellt.

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Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
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Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
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Montag, 20. Juli 2015

Unser Harz Juni 2015

Harzer Berg-, Hütten- und Waldarbeiter in den Befreiungskriegen 1813/1815; „Die Harzluft bekommt mir sehr gut“ – Die Anfänge des Fremdenverkehrs in Wolfshagen; Der Nationalpark Harz – Eine Herausforderung für die Feuerwehr; Waldecker Eisenhütten produzierten für die Harzer Eisenindustrie 1755 – 1775; Zur Genese der CUTEC; Serie: Der geteilte Harz, 1945 – 1989 – Harzer Persönlichkeiten schildern die Anfänge der Grenze; Nationalparkforum: Bei Seesen, Nordhausen und Quedlinburg gesichtet – Der Biber kehrt in die Harzregion zurück

Clausthal-Zellerfeld. Vor 200 Jahren, am 18. Juni 1815, tobte die Schlacht bei Waterloo, in der die Alliierten Napoleon besiegten. Der damalige Berghauptmann von Meding hatte Harzer Berg- und Hüttenleute aufgerufen, sich dem Befreiungskampf anzuschließen, was viele auch taten. Erst 50 Jahre später wurde noch lebenden notleidenden Kriegsveteranen eine Beihilfe gewährt. Die dafür vom Hannoverschen Ministerium der Finanzen und des Handels angeforderten Verzeichnisse aus dem Harz erzählen von den damals Beteiligten.

Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Harzer, sich dem Fremdenverkehr zu öffnen und ihre schöne Landschaft dafür herzurichten und anzupreisen, und die Touristen kamen, wie eine zu Beginn des 20. Jh. geschriebene Postkarte belegt. In dieser Zeit ist die Kurzgeschichte „Fräulein Elsa und die Sommerfrische“ angesiedelt.

Der Nationalpark Harz bietet für die Feuerwehr – hier exemplarisch dargestellt am Bad Harzburger Raum – besondere Herausforderungen. Da es in den letzten Jahren zu keinen nennenswerten Bränden gekommen ist, wurden Waldbrand-Löschfahrzeuge gegen größere Einsatzwagen ausgetauscht, die wiederum auf den sukzessive zurückgebauten Waldwegen nur bedingt einsatzfähig sind. Darüber hinaus muss wegen der nur wenigen Löschwasser-Entnahmestellen der Wassertransport gewährleistet sein. Anlässlich des Deutschen Wandertages, der im letzten Jahr in Bad Harzburg stattfand, hatte sich die örtliche Feuerwehr Bad Harzburg mit einem Konzept um die Lösung der vorhandenen Löschprobleme bemüht.

Für eine kurze Zeitspanne, von 1755 bis 1775, hatte das Clausthaler Bergamt die bei Willingen gelegene Strycker Hütte gepachtet, um die ebenfalls unter seiner Verwaltung stehenden Sollinger Hütten wirtschaftlicher betreiben zu können. Wie der Betrieb dort aussah, ist hier detailliert aufgeführt; aufgrund verschiedener Gegebenheiten lief er jedoch nicht rentabel, so dass nach 20 Jahren der Pachtvertrag nicht verlängert wurde.

Am 11. Juni feierte das Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH (CUTEC) sein 25jähriges Jubiläum. Zur Entstehungsgeschichte dieser Einrichtung hat Werner Grübmeyer einige Fakten zusammengetragen.

Im 2. Teil der neuen Serie über den geteilten Harz lässt die Autorin drei Harzer Persönlichkeiten zu Wort kommen, die über die Umstände dieser Grenze berichten.

Informationen über den Biber, der heute wieder mit über 10.000 Exemplaren in Deutschland vertreten ist, liefert das Nationalparkforum. Auch am Nord- und Südharzrand ist er wieder angekommen.

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Donnerstag, 19. Februar 2015

UNSER HARZ Februar 2015

„Stolberg im Talgrund, wie prangst du so traut“ – Volksmusikpflege in Stolberg/Harz; Einiges über die Goldschmiedefamilie Uder, die im 17. und 18. Jahrhundert in Osterode tätig war, sowie einen kostbaren Pokal; Der Vergangenheit verpflichtet, in die Zukunft gewandt – Museumsarbeit im Spannungsfeld von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; „Die Stolberger Damenkapelle“, Teil 7, Gneis – das Gestein des Jahres 2015 gibt es auch im GeoPark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen


Clausthal-Zellerfeld. Lieder und Tänze hatten in Stolberg eine lange Tradition, die noch etliche Jahre nach der Wende gelebt wurde, bis sie schließlich aufgrund von Überalterung durch veränderte wirtschaftliche Verhältnisse und Mobilität zum Erliegen kam. Heute zeugt davon noch die „Straße der Lieder“, der Weg zwischen dem Schindelbruch-Resort und dem Josephskreuz, mit einzelnen Stationen, an denen zum Verweilen und Singen eingeladen wird. Ein Bericht von Ernst Kiehl, Quedlinburg.

In Osterode war eine namhafte Goldschmiedefamilie ansässig. Über ihr Leben und ihre Werke hat die Autorin Ingrid Kreckmann eine Fülle an Informationen zusammengetragen, besonders auch über das Arbeiten mit Gold und Silber.

Museumsarbeit wird besonders interessant und anschaulich, wenn sie den Bezug zwischen gestern, heute und morgen vermittelt. Das Oberharzer Bergwerksmuseum stellt sich zu diesem Ansatz immer wieder neue Fragen – Helmut Radday hat dazu einen spannenden Beitrag geliefert.

In der Serie über die Stolberger Damenkapelle von Siegfried Oppermann wird diesmal die Rinderhaltung im Harz historisch beleuchtet.

Das Nationalparkforum berichtet über den Gneis, der zum Gestein des Jahres erklärt wurde. Es gibt ihn im Harz als Eckergneis, wo seine Entstehung vor ca. 400 Mio. Jahren begann. Im Umland sind auch ortsfremde Gneise zu finden - als Großgeschiebe oder Findlinge aus den skandinavischen Eismassen der Eiszeiten. Ein Bericht von Heinz-Gerd Röhling, Hans-Joachim Franzke und Friedhart Knolle.


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Dienstag, 20. Januar 2015

UNSER HARZ Januar 2015

**Das Schickert-Werk in Bad Lauterberg – ein Kapitel Harzer Rüstungs- und Industriegeschichte; Novalis und der Harz; Spätburgunder aus Quedlinburg; Die Stolberger Damenkapelle 6; Ameisen und Luchse – das Haus der Natur in Bad Harzburg: Interaktive Walderlebnisausstellung mit Luchs-Info Harz und Formicarium**
Clausthal-Zellerfeld. Die Firma Otto Schickert & Co. KG in Bad Lauterberg war in der NS-Zeit ein streng geheimes militärisches Projekt zur Herstellung von hochprozentigem Wasserstoffperoxid, das für verschiedene Einsatzmöglichkeiten in der Luftwaffe und der Marine benötigte wurde. Zahlreiche Zwangsarbeiter waren hier eingesetzt. Während sich in der Bevölkerung Bad Lauterbergs der Glaube hielt, dass in der Firma Seifenerzeugnisse hergestellt würden, bestand ab Januar 1945 sogar der Plan, hier chemische Kampfstoffe zu erzeugen – er wurde aber offensichtlich nicht mehr umgesetzt.

Novalis, oder, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, wurde auf Schloss Oberwiederstedt am östlichen Harzrand geboren. Obwohl jung gestorben, hat er viele schriftliche Zeugnisse und Denkanstöße hinterlassen und dem Harz das Lied „Der ist der Herr der Erde“ geschenkt.

Spätburgunder aus Quedlinburg – ein Text, der die „Republik Harz“ propagiert: Er bietet reichlich Denkanstöße für unsere Region.

Der 6. Teil der Serie über die Stolberger Damenkapelle beschäftigt sich mit der Rolle der Kuh als Zugtier und dem Geläut, das – kunstvoll gestimmt – Hütehilfe und Eigentum des Kuhhirten war.

Im Nationalparkforum wird das Haus der Natur in Bad Harzburg vorgestellt, das mit seiner interaktiven Walderlebnisausstellung, dem prächtigen Luchsdiorama, dem größten Formicarium Deutschlands, Filmen und nicht zuletzt seinem gut bestückten Shop immer einen Besuch – ganz besonders mit Kindern – wert ist.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Nationalparkleiter Andreas Pusch in der Luchs-Informationsstelle im Haus der Natur. Foto: Nationalpark Harz.

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Donnerstag, 18. Dezember 2014

UNSER HARZ Dezember

UNSER HARZ Dezember:

Weihnachtliches Brauchtum in Benneckenstein

  • Nachrichten vom Harz vor 100 Jahren,
  • Der Brocken – Mein Sehnsuchtsberg, Gedichte,
  • Der Oberharzer Tzscherper,
  • Die Stolberger Damenkapelle Teil 5,
  • Das war das Praktikumsjahr 2014 – Jetzt für das Commerzbank-Umweltpraktikum 2015 im Nationalpark

Clausthal-Zellerfeld. Im Harz hat sich nur noch an wenigen Orten traditionelles Weihnachtsbrauchtum erhalten – einer davon ist Benneckenstein. Hier werden noch die alten Quempasweisen, eine Art Wechselgesang, im Weihnachtsgottesdienst zelebriert. Eine andere Tradition gab es hier auch, von der der Vater des Autors Prof. Lutz Wille sehr lebendig berichtet hat.

1914: Es war viel los vor 100 Jahren im Harz – die Eisenbahnstrecke von Clausthal-Zellerfeld nach Altenau wurde eröffnet, ebenso die neuerbaute Hanskühnenburg. Das Rätsel um die Stärke der Rhumequelle wird gelöst, es gibt große Mengen von Schnee, von Unglücksfällen wird berichtet und auch der Erste Weltkrieg spielt schon hinein.

Der Brocken ist der Sehnsuchtsberg der Deutschen und auch des Autors Hansjörg Hörseljau. Er war dabei, als am 3. Dezember 1989 der Brocken gestürmt wurde – davon berichtet er.

Gedichte folgen, die an Dichter im Harz erinnern, und eines zum Jahresende, bevor Bernhard Kraft, der individuelle handgefertigte Tscherper-Messer herstellt, über deren Bedeutung im Harzer Bergbau berichtet.

Der 5. Teil der Serie über die Stolberger Damenkapelle beschäftigt sich mit der Herstellung von Harzer Käse, was so ein Sehnsuchtsgefühl auf die Zunge zaubert…

Die Bewerbungsfrist für das Commerzbank-Umweltpraktikum endet am 15. Januar 2015. Was 2014 in diesem Rahmen im Harz los war, wird im Nationalparkforum beschrieben.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement): Altenau: GLC- Touristinformation Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16 Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4 Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1.

Herausgeber: Schriftleitung UNSER HARZ Brigitte Lippmann Ringstr. 30G 38678 Clausthal-Zellerfeld 108b@gmx.de Tel. 05323/718474

Montag, 20. Oktober 2014

UNSER HARZ Oktober 2014

Der erste Brockenflieger Fritz Jaschinski und seine Frau Susanne – zwei deutsche Schicksale; Das ungeheure Erlebnis der Natur im Harz hat unvergängliche Spuren hinterlassen - zum 150. Geburtstag von Ricarda Huch (1864 - 1947); Das Forstwesen und der Wald; Ein Wichtel aus dem Harzer Wald – Eine fremde Heimat? Die Stolberger Damenkapelle, Teil 3; Nationalparkforum: Einladung zum Fotowettbewerb

UNSER HARZ greift das Thema „Forstwirtschaft und ihre Auswirkungen auf unsere Wälder“ auf. An vielen Stellen mehren sich kritische Stimmen zum Ausmaß und der Art der heutigen Waldnutzung, manche sprechen hier auch von Waldzerstörung. Gerade in den Landesforsten wird besonders rigide gefällt - ob im Frühjahr, wenn die Vögel nisten, oder im Sommer, wenn das Harz aus den Bäumen schießt und der Waldboden weich ist, so dass die schweren Maschinen tiefe Spuren hinterlassen.

Zurück bleibt ein trauriges Waldbild – zerfurchte Wege und Böden und oft meterhohe Reisighaufen als „Altholz“, so dass der Unterwuchs des Waldes und viele Wege auf Jahre hinaus zerstört sind. Aber auch alte Solitärbäume werden gefällt, ohne dass es hierfür einen sichtbaren Grund gibt, zeigt der Stumpf doch ein kerngesundes Holz.

Auch im Welterbe und an anderen Stellen wird nicht darauf geachtet, das Landschaftsbild erträglich zu halten oder historische Spuren, wie z. B. alte Grabenhorizonte, sicht- und begehbar zu hinterlassen. Die Landesforsten ordnen sich dem Slogan der Holzbranche „Wir müssen die Nachfrage befriedigen“ unter und betrachten sich mittlerweile als ökonomisch ausgerichteten Betrieb, doch ist diese Einstellung wirklich richtig?

Im Oktoberheft erscheint zunächst der Artikel eines ehemaligen Forstmanns, im November wird der Beitrag eines Waldökologen folgen. Auch der Harzwichtel beklagt den respektlosen Umgang mit dem Wald und Dieter Utermöhlen hat ihn darin mit einem Bild bestärkt.

Das Heft beginnt mit einer ausführlichen Fortsetzung des Brockenflieger-Artikels im Maiheft 2013, in dem das weitere Schicksal Karl Jaschinskis und seiner Frau dargestellt wird. Der zweite Beitrag in beschäftigt sich anlässlich ihres 150. Geburtstages mit Ricarda Huch, deren prägende Kindheitserlebnisse im Harz in vielen Zitaten Ausdruck finden.

Der dritte Teil der Serie über die Stolberger Damenkapelle erzählt vom Leben der Kuhhirten und im Nationalparkforum wird zum Fotowettbewerb von Nationalpark und Jungfer-Druckerei eingeladen.

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Montag, 1. September 2014

UNSER HARZ August 2014

Der Raubgraf – Mythos und Wirklichkeit; Mord und Sühne im Oberharz anno 1850; Neue Serie: Die Stolberger Damenkapelle, Teil 1; Spannendes aus dem Jugendwaldheim des Nationalparks Harz

Clausthal-Zellerfeld. Viele Geschichten ranken sich um den Grafen Albrecht II. von Regenstein, meist als „der Raubgraf“ tituliert. Was davon ist Mythos, was ist Wirklichkeit? Dieser Frage geht Ernst Kiehl im ersten Artikel des Augusthefts von UNSER HARZ nach und präsentiert eine Fülle an Überlieferungen und urkundlich bezeugten Fakten. Zum Schluss lädt er die Leser ein, die Orte des Geschehens selbst zu besuchen und sich dort in den Bann des immer noch vorhandenen Mythos´ der Geschichte ziehen zu lassen.

1850 fand die letzte Hinrichtung im Harz statt, zu der sich 15 – 20.000 Schaulustige einfanden. Eine grausige Geschichte aus alten Zeiten des Autors Matthias Blaziek zur Mordtat des Bergmanns Carl Wagener und seiner Hinrichtung.

Die neue Serie über die „Stolberger Damenkapelle“, die Stolberger Kühe, beginnt in diesem Heft. In den Kindheitserinnerungen des Autors Siegfried Oppermann und anderer Stolberger wird ein atmosphärisch dichtes Bild des alten Stolbergs um die Mitte des letzten Jahrhunderts gezeichnet.

Viel Neues gibt es unter AKTUELLES und BÜCHER anzukündigen, bevor das Nationalparkforum das Sonnentaler-Projekt vorstellt, eine geniale Idee des Nationalpark-Jugendwaldheims Brunnenbachsmühle.

Die letzte Seite gehört diesmal der Arbeitsgemeinschaft Burg Scharzfels, die über das Pflanzen einer Friedenslinde auf der Burg berichtet.

Auf der Rückseite stellen sich in diesem Jahr kleinere Museen im Harz vor; diesmal ist es die Grube Glasebach in Straßberg, wo Besucher den Altbergbau auf silberhaltige Erze und Flussspat erleben können.

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