Dienstag, 15. März 2016

HARZ März 2016

Der Grabenwärter – ein Traditionsberuf wird fortgeführt, Benneckenstein im Mittelalter (Teil 1), Die Schankwirtschaft „Alter Krug“ in Lerbach, Ein Goldbach sollte es mal werden, Meine Kindstaufe in Uehrde, Neue Serie: Harzer Künstlerpostkarten (Teil 1), Nachruf auf Hans-Günther Griep, Dr. Kison, der Wald und die Spinnen … Forschungskolloquium im Kloster Drübeck
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Clausthal-Zellerfeld. Auch heute noch gibt es Grabenwärter, die die Gräben des Oberharzer Wasserwirtschafts-Systems regelmäßig ablaufen. Sie kontrollieren sie auf Hindernisse aus Windwurf oder andere mögliche Verstopfungsursachen und betätigen bei Hochwasser die Schleusen der Fehlschläge. Zu Zeiten des Bergbaus war dies eine existenziell wichtige Arbeit, die auch einiger Erfahrung bedurfte, denn genügend Wasser musste zum Betreiben der Gruben immer verfügbar sein.
 
Das alte Benneckenstein entstand an einer frühmittelalterlichen Wegeverbindung, dem Thüringerfurt-Weg. Es liegt an der früheren Diözesangrenze zwischen Halberstadt und Mainz, die später abgelöst wurde durch die Grafschaftsgrenze zwischen Regenstein und Honstein, und im heutigen Dreiländereck Niedersachsen/Thüringen/Sachsen-Anhalt. Bodenfunde belegen eine erste Besiedlung in den Ortsteilen „Klippe mit Wildenberg“ und „Unterstadt“ ab dem 11. Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten erfuhr der Ort diverse Teilungen, bis er 1741 von Friedrich II wieder vereint und mit den Rechten einer preußischen Stadt ausgestattet wurde.
Rainer Kutscher beschreibt die Geschichte des „Alte Krug“ genannten Lerbacher Hauses, in dem auch der Mineralwasserfabrikant Wilhelm Fritz Gärtner, genannt „Selter Fritz“, wohnte.

Der Goldbach bei der Burg Regenstein sollte wohl als Flößgewässer und Antriebsenergie für diverse Mühlen einmal viel Gewinn bringen, nennenswerte Goldmengen wurden darin jedenfalls nicht gefunden.
 
Eine kleine Anekdote erzählt in Platt von einer Kindstaufe in Uehrde. Es folgt der erste Teil unserer neuen Serie über Harzer Künstlerpostkarten, in dem die Anfänge dieser Postkarten beschrieben werden.
 
Das Nationalparkforum berichtet über das Forschungskolloquium, das im November 2015 im Kloster Drübeck stattfand. Anlass waren sowohl der 65. Geburtstag von Dr. Hans-Ulrich Kison, Initiator des Waldforschungsprogramms im Nationalpark Harz, über das hier berichtet wurde, als auch die Präsentation des Bandes 13 der Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz, der sich mit den Spinnen des Nationalparks beschäftigt (wird im nächsten Heft vorgestellt).
 
UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1.
 
Anl. Foto frei mit dieser PI: Hans-Günther Griep, der verdiente Harzer Haus- und Heimatforscher, dessen im vorliegenden Heft gedacht wird - er verstarb 2016. Foto Jutta Görke.
 
Herausgeber:
Schriftleitung UNSER HARZ
Brigitte Lippmann
Ringstr. 30G
38678 Clausthal-Zellerfeld
108b@gmx.de
Tel. 05323 718474

Montag, 15. Februar 2016

UNSER HARZ Februar

Vor 250 Jahren: Ballenstedt wird fürstliche Residenz (1765 - 1863); Eine Ansicht von Walkenried aus dem Jahr 1762 und Dorfklatsch 1776 - 1777: Die Geschichte des Justizamtmanns Fredersdorff in Walkenried; Zur Geschichte des Hauses der Natur in Bad Harzburg; Alte Häusernamen in Lerbach: Zwei Köhlermeister mit Vornamen Jakob und Konrad waren vor über 200 Jahren die Namensgeber für ihre Wohnhäuser; Nationalparkforum: Mit dem Smartphone unterwegs im Nationalpark – BUND Niedersachsen e. V. präsentiert aktualisierte Harz-App
 
Clausthal-Zellerfeld. Vor 250 Jahren machte Fürst Friedrich Albrecht von Anhalt-Bernburg Ballenstedt zur Sommerresidenz seines Fürstentums und leitete damit eine fast hundertjährige glanzvolle Zeit ein, besonders für die Stadt Ballenstedt. Was an Bauwerken, Kulturellem, land- und forstwirtschaftlichen Erneuerungen, aber auch an Infrastruktur, Industrie- und Bergwerksgründungen von ihm initiiert wurde und somit den anhaltischen Harz z. T. bis heute prägt, beschreibt Dr. Wolfram Babinecz im ersten Artikel. Aber auch das Leben dieses Fürsten und die äußeren politischen Bedingungen jener Zeit werden umrissen.
 
Fritz Reinboth hat selbst schon alte Darstellungen vom Kloster Walkenried veröffentlicht, doch aus dem 18. Jahrhundert gab es bisher keine. Diese Lücke schließt nun eine Zeichnung von Leopold Friedrich Fredersdorff, der seinerzeit Justizamtmann in Walkenried war, bevor eine Verleumdungskampagne ihn hier ereilte, die seiner weiteren Karriere jedoch nicht schadete.
 
Seit 1995 ist das Haus der Natur in Bad Harzburg Informationsstelle des damals neu gegründeten Nationalparks. Doch das Gebäude ist viel älter und hat eine wechselvolle Geschichte, die hier von Dr. Friedhart Knolle erzähle wird. Dieser Beitrag steht auch im Internet unterhttps://www.researchgate.net/profile/Friedhart_Knolle zum kostenlosen Herunterladen.
 
Zwei weitere Lerbacher Häuser werden beschrieben, das Jakobs- und das Konradshaus, die beide im Juni 1857 dem großen Brand im Oberdorf zum Opfer fielen, aber sofort wieder aufgebaut und schon im gleichen Jahr wieder bewohnt wurden.
 
Im Nationalparkforum wird die neue App für Wanderwege im Nationalpark vorgestellt, die beim Entdecken der vielen kleinen und großen Wunder am Wegesrand helfen soll, neue Wege vorstellt und auch Jugendliche ansprechen will.
 
UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

 
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
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Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1.
 
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einblick-Ausgabe 03/2016

Breites Bündnis für Weltoffenheit

Mit dem gemeinsamen Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ treten Gewerkschaften, Arbeitgeber, Religionsgemeinschaften und weitere Verbände für eine offene Haltung gegenüber den Flüchtlingen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt aller ein. Der Aufruf hängt dieser E-Mail als pdf-Datei an.
(Seite 1) 

Freifahrtschein für Sozialdumping

Ob REFIT-Programm zum Bürokratieabbau oder neues Binnenmarktpaket: Die EU-Kommission setzt konsequent auf eine weitere Marktliberalisierung. In einer gerade verabschiedeten Stellungnahme zum Binnenmarktpaket stellt der DGB klar: Der EU-Binnenmarkt braucht faire Regelungen und mehr Investitionen, aber keinesfalls eine weitere Deregulierung.
(Seite 3) 

Perspektiven: Integration ist machbar

Der Arbeitsmarkt ist stabil – die Chancen, Flüchtlinge in Arbeit zu bringen, sind weiterhin gut. Mit innovativen Ansätzen gehen die Gewerkschaften voran.
(Seite 5) 

New Economy: Wir-Gefühl versus Mitbestimmung

In Start-up-Unternehmen ist es schwer, Beschäftigte für die Gewerkschaft zu gewinnen oder einen Betriebsrat zu gründen. Wie ArbeitnehmerInnen in der New Economy von der guten alten Mitbestimmung überzeugt werden können, beschreibt ver.di-Experte Bert Stach aus seiner langjährigen Beratungspraxis.
(Seite 7)

 www.einblick.de

Donnerstag, 11. Februar 2016

einblick 02/2016

Zeit für mehr Solidarität

Flüchtlingskrise, drohender Rechtsruck bei den Landtagswahlen oder ein Staat, der sich selbst kaputtspart – die politischen Herausforderungen in diesem Jahr sind groß. Es ist „Zeit für mehr Solidarität“, sagt der DGB und wirbt für solidarische Antworten auf die drängenden Probleme.
(Seite 1) 

Digitale Verwaltung: Smart, bürgernah und barrierefrei

Eine digitale öffentliche Verwaltung bietet riesige Chancen für alle BürgerInnen, aber auch für eine faire und sichere Arbeitswelt. Der DGB will eine gewerkschaftliche Debatte zum Thema E-Government anschieben.
(Seite 3) 

Mitgliederentwicklung: Zuwachs in den Betrieben

Die Mitgliederzahlen der DGB-Gewerkschaften sind 2015 nahezu stabil geblieben. Drei Gewerkschaften, die IG Metall, die GEW und die GdP, konnten 2015 ein Mitgliederplus erzielen.
(Seite 5)
 
Europas Zukunft: Die Krise als Chance

Europa ist in einer vielschichtigen Krise. Für den DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann ist das auch eine Chance. Denn an einer offenen und breiten Debatte über die soziale Zukunft Europas führt nun kein Weg mehr vorbei.
(Seite 7)

Mehr: www-einblick.de

Donnerstag, 4. Februar 2016

Weltwissen und Weltdeutung in Schul-und Kinderbüchern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts

Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Zürich 04.02.2016 ab 12:30 - 06.04.2016 14:00
Internationale Tagung an der Universität Zürich vom 4. bis 6. Februar 2016
Link: http://idw-online.de/de/event53229

Mittwoch, 27. Januar 2016

Rede Putins vor der UN-Vollversammlung

"Europa krümmt sich wie der Wurm, ehe ihn der Stiefel zertritt." - Karl Kraus
"Fuck the EU" - Victoria Nuland
   

Rede Präsident Putins vor der UNO


Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag, 28. September 2015 vor der UNO-Generalversammlung folgende Rede gehalten: (Auszug)

Im Jahr 1945 haben die Länder, die den Nationalsozialismus besiegten, ihre Bemühungen zusammengefasst, um eine solide Grundlage für die Nachkriegsweltordnung zu legen.

Ich erinnere Sie daran, dass die wichtigsten Entscheidungen über die Grundsätze, die Zusammenarbeit zwischen den Staaten, sowie über die Errichtung der Vereinten Nationen, in unserem Land gemacht wurden, in Jalta, in der Konferenz der Anführer der Anti-Hitler-Koalition.

Das Jalta-System wurde tatsächlich mit Wehen geboren. Es wurde auf Kosten von zig Millionen von Menschenleben und zwei Weltkriege gewonnen, die im 20. Jahrhundert über den Planeten fegten.

... Es ist nun offensichtlich, dass das Machtvakuum in einigen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas, durch die Entstehung von Gebieten der Anarchie, sofort mit Extremisten und Terroristen gefüllt wurde.

Zehntausende von Militanten kämpfen unter dem Banner des sogenannten Islamischen Staates. Ihr Reihen beinhalten ehemalige irakische Soldaten, die nach der Invasion des Irak im Jahr 2003 auf die Strasse geworfen wurden. Viele Rekruten kommen auch aus Libyen, einem Land, dessen Eigenstaatlichkeit als Resultat einer groben Verletzung der Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates zerstört wurde. Jetzt werden die Reihen der Radikalen von den Mitgliedern der sogenannten gemässigten syrischen Opposition gefüllt, die von den westlichen Ländern unterstützt wird.

Zuerst werden sie bewaffnet und ausgebildet und dann desertieren sie zum sogenannten Islamischen Staat. Ausserdem, der Islamische Staat selbst ist nicht einfach aus dem Nichts gekommen. Er wurde zunächst als Werkzeug gegen unerwünschte säkulare Regime geschmiedet.

Nachdem er ein Standbein in Irak und Syrien gründete, hat der Islamische Staat begonnen, sich aktiv in andere Regionen auszubreiten. Es sucht die Dominanz in der islamischen Welt. Und nicht nur dort, und seine Pläne gehen weiter. Die Situation ist mehr als gefährlich.

Unter diesen Umständen ist es heuchlerisch und unverantwortlich, laute Erklärungen über die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus abzugeben, während ein Auge über die Kanäle der Finanzierung und Unterstützung von Terroristen zugedrückt wird, einschliesslich des Menschenhandels und des illegalen Handels mit Öl und Waffen. Ebenso wäre es unverantwortlich zu versuchen, extremistische Gruppen in den eigenen Dienst zu stellen, um die eigenen politischen Ziele zu erreichen, in der Hoffnung, später mit ihnen fertig zu werden, mit anderen Worten, sie zu liquidieren.

Diejenigen, die das tun, würde ich gerne sagen - sehr geehrte Herren, Sie haben es ohne Zweifel mit groben und grausamen Menschen zu tun, aber sie sind keineswegs primitiv oder albern. Sie sind genauso klug wie Sie, und man weiss nie, wer hier wen manipuliert. Und die jüngsten Daten über Waffenlieferungen an die gemässigte Opposition sind der beste Beweis dafür.

Wir glauben, dass alle Versuche, Spiele mit Terroristen zu spielen, geschweige denn sie zu bewaffnen, nicht nur kurzsichtig, sondern brandgefährlich sind. Dies kann zu einem dramatischen Anstieg der globalen terroristischen Bedrohung führen und neue Regionen umfassen, vor allem, da die Lager des Islamischen Staats Militante aus vielen Ländern ausbilden, einschliesslich aus europäischen Ländern.

Leider, liebe Kollegen, muss ich es offen sagen: Russland ist keine Ausnahme. Wir können nicht zulassen, dass diese Verbrecher, die bereits Blut geleckt haben, wieder nach Hause zurückzukehren und ihre bösen Taten fortsetzen. Niemand will, dass dies passiert, nicht wahr?

Russland hat schon immer konsequent gegen den Terrorismus in all seinen Formen gekämpft. Heute stellen wir militärische und technische Unterstützung sowohl dem Irak und Syrien, als auch viele anderen Staaten der Region zur Verfügung, die Terrorgruppen bekämpfen.

Wir denken, es ist ein enormer Fehler, sich zu weigern, mit der syrischen Regierung und ihren Streitkräften zu kooperieren, die tapfer den Terrorismus von Angesicht zu Angesicht bekämpfen. Wir sollten endlich anerkennen, dass niemand ausser der Armee von Präsident Assad und die Kurdenmilizen wirklich gegen den Islamischen Staat und anderen Terrororganisationen in Syrien kämpft.

...

Ähnlich wie bei der Anti-Hitler-Koalition könnte diese ein breites Spektrum von Kräften vereinen, die entschlossen denjenigen widerstehen, die genau wie die Nazis das Böse und den Hass gegen die Menschheit säen. Und, natürlich, die muslimischen Länder sollen eine Schlüsselrolle in der Koalition spielen, umso mehr, da der Islamische Staat nicht nur eine direkte Bedrohung für sie darstellt, sondern auch eine der grössten Weltreligionen durch seine blutigen Verbrechen entweiht.

Die Ideologen der Militanten verhöhnen den Islam und pervertieren seine wahre humanistischen Werte. Ich möchte auch die muslimischen geistlichen Führer ansprechen. Ihre Autorität und ihre Leitung sind im Augenblick von grosser Bedeutung.

Es ist wichtig, Menschen, die von Militanten rekrutiert wurden, von voreiligen Entscheidungen abzuhalten, und denjenigen, die bereits betrogen worden sind, und die, aufgrund verschiedener Umstände sich unter den Terroristen befinden, Hilfe bei der Suche nach einem Weg zurück in ein normales Leben zu gewähren, damit sie ihre Waffen niederlegen und dem Brudermord ein Ende setzen.

Russland wird in Kürze als derzeitiger Präsident des Sicherheitsrats, ein Ministertreffen zur Durchführung einer umfassenden Analyse der Bedrohungen im Nahen Osten einberufen.

Zunächst schlagen wir die Diskussion vor, ob es möglich ist, eine Koordinierung der Aktionen aller Kräfte, die den Islamischen Staat und anderen Terrororganisationen konfrontieren, zu beschliessen. Nochmal, diese Koordinierung soll auf den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen beruhen.

Wir hoffen, dass die internationale Gemeinschaft in der Lage ist, eine umfassende Strategie der politischen Stabilisierung, sowie soziale und wirtschaftliche Erholung im Nahen Osten zu entwickeln.

Denn dann, liebe Freunde, gäbe es keine Notwendigkeit für neue Flüchtlingslager. Heute hat der Fluss von Menschen, die gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen, buchstäblich zuerst die Nachbarländern und jetzt Europa selbst verschlungen. Es gibt Hunderttausende von ihnen und es könnten demnächst Millionen sein. In der Tat, es ist eine neue grosse und tragische Völkerwanderung, und es ist eine harte Lektion für uns alle, einschliesslich für Europa.

Ich möchte betonen, dass Flüchtlinge zweifellos unser Mitgefühl und unsere Unterstützung benötigen. Allerdings ist der einzige Weg, um dieses Problem auf einer grundlegenden Ebene zu lösen, die Wiederherstellung der Staatlichkeit ist, wo diese zerstört wurde, sowie die staatlichen Institutionen, wo sie noch vorhanden sind, zu stärken bzw. wieder aufzubauen, und den Ländern in einer schwierigen Situation eine umfassende militärische, wirtschaftliche und materielle Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Und sicher den Menschen, die trotz aller Prüfungen, ihre Heimat nicht verlassen haben. Buchstäblich kann und muss jede Hilfe für souveräne Staaten nur angeboten werden, statt sie aufzuzwingen, ausschliesslich in Übereinstimmung mit der Charta der Vereinten Nationen.

Mit anderen Worten, alles in diesem Bereich, das gemäss den Normen des Völkerrechts geleistet wurde oder wird, muss von unserer Organisation unterstützt werden. Alles, was gegen die UN-Charta verstösst, muss abgelehnt werden. Vor allem glaube ich, dass es von grösster Bedeutung ist, Hilfe bei der Wiederherstellung der Regierungsinstitutionen in Libyen zu leisten, die neue Regierung des Irak zu unterstützen, und eine umfassende Unterstützung der rechtmässigen Regierung von Syrien zu gewähren.

Quelle: http://www.antikrieg.com/aktuell/2015_09_30_redeputin.htm


Montag, 18. Januar 2016

einblick-Ausgabe 01/2016

einblick-Ausgabe 01/2016 vom 18.01.2016:

Gute Arbeit als Standortfaktor
Gleich fünf Landtagswahlen stehen in diesem Jahr an. Die DGB-Bezirke haben bereits ihre Anforderungen an die künftige Landespolitik formuliert. Im Mittelpunkt stehen dabei gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Verbesserungen der Infrastruktur und die Stärkung von Demokratie und Mitbestimmung.
(Seite 1)

Arbeitnehmerbank auf dem Prüfstand
Entspricht die deutsche Unternehmensmitbestimmung dem EU-Recht? Diese Frage soll der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg klären. Eine Entscheidung wird für Anfang 2017 erwartet. Aus Sicht der Gewerkschaften steht außer Frage, dass die Mitbestimmung europarechtskonform ist – zahlreiche Argumente sprechen dafür.
(Seite 3)

Verstärkung für den öffentlichen Dienst
In den Amtsstuben und Betrieben des öffentlichen Dienstes wird das Personal knapp. Polizei, Verwaltung, Kitas und Schulen brauchen dringend Verstärkung. Zahlen der OECD zeigen: In kaum einem anderen Land arbeiten weniger Menschen im öffentlichen Dienst als in Deutschland.
(Seite 5)

Das Ende des Alarmismus
Die Zuwanderung verändert die düsteren Voraussagen der Demografie. Die offizielle Forschung ignoriert das bisher, sie rechnet den Faktor Migration systematisch klein, kritisiert der Publizist Thomas Gesterkamp.
(Seite 7)

www.einblick.de